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der Saluki

„Wenn man wollte, könnte man sein Haupt und die Füsse zusammenfügen in das Band, das seinen Hals umschliesst, und in seiner ganzen Länge zählt er reichlich 6 Fuss. Wohl scheint es, als ob hinter der Stelle, wo seine Augenlieder sich vereinen, feurige Kohlen brennen. Plötzlich erlischt die Glut. An der Leine geht er wie ein stolzer Krieger. Wir forderten ihn auf, und er flog davon zu jagen. Er sah die Gazelle auf hohem Berge. Mein Herz schlug vor Freude. Wie ein Habicht, der im Fluge ein Birkhuhn überfällt, so schnell hetzen seine Füsse über die Erde. So schnell, dass kaum sie die Erde berühren, im Lauf.“

(Aus dem Diwan von Abu Nuwas, arabischer Hofdichter, ca. 800 n. Chr.) 

Der Saluki, auch persischer Windhund genannt, ist eine der ältesten Hunderassen. Seit mehr als tausend Jahren blieb sein Erscheinungsbild unverändert, in seiner Anatomie perfekt für die Jagd gerüstet. Der Sauki ist ein ausdauernder und wendiger Jäger auf Sicht, der in seinem Ursprungsgebiet für die selbstständige Jagd, oft in Verbindung mit dem Falken, gezüchet wurde und noch heute gezüchtet wird.

Ein arabische Sprichwort lautet:

„Der Saluki ist kein Hund, er ist ein Geschenk Allahs zu unserem Nutzen und zu unserer Freude gegeben“

Im Koran, 5. Sure (Al-maidah),  heißt es weiter:  

"Sie fragen Dich, was ihnen erlaubt sei. Sprich: "Alle guten Dinge sind euch erlaubt; und was ihr die Jagdtiere gelehrt habt, indem ihr sie zur Jagd abrichtet und sie lehrt, was Allah euch gelehrt hat." Also esset von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen darüber aus. Und fürchtet Allah; denn Allah ist schnell im Abrechnen." 

Beides zeigt deutlich die Stellung, die der Saluki einst innerhalb der Familie hatte. Gewöhnliche Hunde (Kelb), gelten im Islam als unrein und dürfen das Zelt nicht betreten, anders der Saluki; er galt als rein und durfte nicht nur das Zelt betreten, sondern auch das Lager mit seinem Herrn teilen. 

Sein Wesen ist schwer mit Worten zu erklären, denn nicht umsonst heißt es, „Das wahre Wesen des Salukis erschließt sich nur seinem Besitzer“. Fremden gegenüber verhält er sich zurückhaltend, reserviert. Seine Familie hingegen, wird von ihm innig geliebt und auch stürmisch begrüßt. Dabei ist er nie aufdringlich und im Haus ist er sanft und ruhig. Er liebt erhöhte Schlafplätze, bellt kaum und sein seidiges Fell ist frei vom unangenehmen Hundegeruch. 

Der Saluki ist ein intelligenter anpassungsfähiger Hund. Hündischer Gehorsam ist ihm fremd, man muss ihn mit viel Liebe, Geduld und Konsequenz erziehen. Anders als bei uns in Europa, legte man im Orient bei den Salukis viel Wert auf Selbstständigkeit und Unabhängigkeit bei der Jagd. Der Schlüssel zum Erfolg ist die partnerschaftliche Verbindung, die man mit ihm eingeht, in Verbindung mit Konsequenz und liebevoller Einfühlung. So hat man einen Saluki an seiner Seite, der einen ohne Probleme überall begleiten kann. 

Der Saluki ist ein Hund, der die enge Bindung an seine Familie braucht, eine Haltung im Zwinger oder isoliert vom Familienleben sollte unbedingt vermieden werden.

 

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